Zu Gast bei der Bergwacht Masserberg

Mathias Günther

Nicht nur, aber gerade auch in den kalten Wintertagen haben sie zu tun: Die Aktiven der Bergwacht Masserberg. Grund genug für Linda Stark, sich die Arbeit der Bergwacht vorstellen zu lassen.

800 Aktive engagieren sich, zumeist ehrenamtlich, in den 20 Thüringer Bergwachten des Deutschen Roten Kreuzes als Bergretter. Circa 20 davon sind in der Bergwacht Masserberg organisiert.

„Rettung aus unwegsamem Gelände“ wird die Kernaufgabe von Bergwachten umschrieben. Im Laufe der Zeit haben sich daraus etliche Spezialeinsatzgebiete entwickelt. 

Die Masserberger haben mit Bergwacht- Leiter Johannes Segith ein „Dienstgebiet“ von rund 32 Quadratkilometern Ausdehnung zu sichern. Dazu gehören neben Eisfelder Ausspanne, Werraquelle, Rennsteigwarte und Triniusstein auch das Pumpspeicherwerk Goldisthal. Höchste Erhebungen sind der 840 Meter hohe Eselsberg und der 835 Meter hohe Fehrenberg. In unmittelbarer Nähe befinden sich mit dem Langertfelsen sowie der Fehrenbacher und Gießübler Schweiz markante Geländeprofile. Zum Einsatzgebiet gehören auch die Naturschutzgebiete Albertsloch, Meisenanger und Totenkopf.

Um die anstehenden Einsätze bewältigen zu können, wurde 2014 auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens ein Bergwacht-Stützpunkt als Unfallhilfsstelle geschaffen.

Was die aktiven Bergretter und die 50 Mitglieder des zugehörigen Fördervereins hier geleistet haben, beeindruckte bei einem Besuch kürzlich auch die Landtagsabgeordnete Linda Stark (Linke).

Denn der kurz vor dem Abriss stehende Gebäudekomplex von Kindergarten und Schule wurde auf Initiative der Bergretter renoviert und für diese ertüchtigt. Johannes Segith, Schatzmeister Stephan Schmidt sowie Enrico Finn, Nico Bade und Udo Seifferth führten die Abgeordnete durch den Stützpunkt und präsentierten dabei die zur Verfügung stehende Technik, darunter einen Transporter und einen Motorschlitten.
Dabei wurde auch klar, dass es immer etwas auf dem Areal zu tun gibt: Erst im vorletzten Jahr wurde auf der früheren Freifläche eine Garage fertiggestellt.

So war auch die von Linda Stark anlässlich ihres Besuchs übergebene Spende des linken Vereins „Alternative 54“ e.V. in Höhe von 500 Euro hochwillkommen. Diese Mittel werden nun in die verbesserte IT- Ausstattung der Bergwacht fließen, neben der personellen Besetzung ebenfalls eine Achillesferse der Arbeit der Bergretter. 

Linda Stark, in ihrer Fraktion zuständig für Kinder- und Jugendpolitik, wünschte dem Verein, verbunden mit einem großen Dankeschön, viel Erfolg in der weiteren Rettungstätigkeit und in der Nachwuchsgewinnung.

 

Fotos: Linda Stark


 

Dateien