Umweltbelastung durch Salzabbau im Blickpunkt
Die Kritik an der umweltbelastenden Arbeitsweise von Kali&Salz erneuern die beiden Linkspolitiker Katja Wolf und Sascha Bilay nach der heutigen Besichtigung der Salzhalde bei Unterbreizbach. Gemeinsam mit einem Experten für Bergbau machten sich die LINKEN ein Bild von der Situation vor Ort.
Die Kritik an der umweltbelastenden Arbeitsweise von Kali&Salz erneuern die beiden Linkspolitiker Katja Wolf und Sascha Bilay nach der heutigen Besichtigung der Salzhalde bei Unterbreizbach. Gemeinsam mit einem Experten für Bergbau machten sich die LINKEN ein Bild von der Situation vor Ort.
Der so genannte „Monte Kali“ dominiert als künstlich aufgeschütteter Berg mit 150 Millionen Tonen Salzabfällen und einer Höhe von rund 200 Metern die Region im Kalibergbaugebiet. Jede Stunde wachse die Halde um weitere 800 Tonnen Salzkristalle an, was sich im Jahr auf 5,5 Millionen Tonnen summiere. Was sich von der Ferne als beeindruckendes Photomotiv darstelle, sei in der Realität eine unbeschreibliche Umweltbelastung, die sich auch noch in den kommenden Jahrhunderten in der Region auswirken werde. „Dass der weltgrößte Düngemittelkonzern aus reiner Profitgier einen Großteil der natürlichen Ressourcen nicht aus dem Salz herausholt, sondern einfach in die Landschaft kippt, ist ein Skandal. Nachhaltige und Ressourcen schonende Produktionsmethoden nur unwesentlich teurer, würden aber zusätzliche Arbeitsplätze schaffen“, erklärt die Umweltpolitikerin Katja Wolf der Landtagsfraktion DIE LINKE.
Für den Kommunalexperten Bilay sei zudem unverständlich, dass der Konzern zwar seinen Sitz in Hessen habe, aber die Umweltrisiken fast vollständig auf Thüringen konzentriert würden. So seien zwar Hessische Behörden für die Genehmigungs- und Überwachungsaufgaben zuständig. Allerdings würden sich durch die Abwassereinleitung in die Werra und durch Witterungseinflüsse die Auswaschungen des Monte Kali fast vollständig in Thüringen niederschlagen. Hier bewege sich der Kalikonzern ganz bewusst an der Grenze von Landeszuständigkeiten zwischen Hessen und Thüringen. „Der Wartburgkreis ist nicht die Endlagerstätte von in Hessen verursachten Umweltsünden. Deshalb müssen zwischen beiden Ländern die politischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Salzproduktion mit Rücksicht auf Umwelt und Menschen umgestellt wird“, unterstreicht abschließend der Kreischef der LINKEN, Sascha Bilay.
Termininfo: Nach der morgigen Beratung der umwelt- und energiepolitischen Sprecher der LINKEN aus den Landtagen und dem Bundestag stellen Katja Wolf und Sascha Bilay während einer PK Forderungen an die Landes- und Bundespolitik vor.
