Nie wieder ist jetzt: Gedenken an Opfer der antijüdischen Pogrome
Im November 1938 wurden unzählige deutsche Juden Opfer der von den Nazis angezettelten Pogrome. Auch in Südthüringen.
Zu einem Gedenken laden am 09. November 2025 um 09.00 Uhr die Stadt Hildburghausen, der Kreisverband der Linken und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschisten Südthüringen ein.
Vor der Gedenktafel für die im November 1938 verschleppten jüdischen Mitbürger Hildburghausens wird in Redebeiträgen an das Schicksal der damals verfolgten und ermordeten Menschen erinnert und es werden Blumengebinde niedergelegt.
Im Anschluss erfolgt auch an der Erinnerungsstele in der Gerbergasse, am Standort der letzten Hildburghäuser Synagoge, eine Kranzniederlegung.
Bei den deutschlandweiten Pogromen im November 1938 wurden Tausende deutsche Juden beraubt, misshandelt und verschleppt. Viele von ihnen wurden bei den durch die Nationalsozialisten organisierten Gewaltexzessen ermordet. Jüdische Geschäfte wurden geplündert, Synagogen geschändet und niedergebrannt.
Auch in Hildburghausen wurden jüdische Einwohner in den Morgenstunden des 10. November 1938 im Keller des Rathauses zusammengetrieben und in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Seit einigen Jahren erinnern auch im Stadtzentrum verlegte Stolpersteine an namentlich bekannte Opfer der Judenverfolgungen im Nazireich. Ein Mahngang wird am 9.November 2025 ab 10.00 Uhr diese Gedenksteine aufsuchen.
Foto: Mathias Günther

