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Links im Landtag: Von der Thüringer Regierungs- auf die Oppositionsbank

Mathias Günther
Christian Schaft

Zum Gespräch über linke Landespolitik kommt Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken im Thüringer Landtag, nach Hildburghausen.

Nach 10 Jahren als stärkste Regierungsfraktion musste die Thüringer Linke den Gang in die Opposition antreten. Das ist jetzt ein gutes Jahr her. 

Wie hat sich die Fraktion in diese Rolle hineingefunden? Ist es ihr gelungen, in dieser Zeit als demokratische Opposition inhaltliche Akzente zu setzen? Wie gestaltet sich der Umgang mit der „Brombeerkoalition“, insbesondere in den alles entscheidenden Verhandlungen zu den Thüringer Landeshaushalten?

Diesen und weiteren Fragen stellt sich Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken im Thüringer Landtag, am Donnerstag, dem 7. Mai 2026 um 18.00 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung in Hildburghausen. Auf Einladung seiner Südthüringer Fraktionskollegin Linda Stark wird Schaft dann im Büro in der Oberen Marktstraße 43 mit Bürgerinnen und Bürgern diskutieren.

„Uns ist wichtig, mit den Betroffenen von Politik vor Ort ins direkte Gespräch zu kommen. Wir wissen, dass auch im Landkreis Hildburghausen die Frage nach der Zukunft von Krankenhäusern, Kindergärten und Wirtschaftsstandorten viele Menschen umtreibt. Viele fragen sich, wie Wohnraum und Mobilität künftig bezahlbar sein können. Deshalb wollen wir bei solchen Gelegenheiten auch den Blick nach vorn wagen“, so Schaft.

Man habe hart mit den Regierungsfraktionen verhandeln müssen, um soziale Errungenschaften der rot- rot- grünen Regierungszeit nicht vollends dem beabsichtigten Kahlschlag zum Opfer fallen zu lassen. Die aktuellen Herausforderungen würden aber angesichts von Kriegen, Energiekrise und Inflation nicht geringer werden. Deshalb gelte es gemeinsam mit den Bürgern eine sozial ausgewogene Politik zu entwickeln. Der so genannte „ländliche Raum“ spiele dabei eine besondere Rolle. Hier würden die gegenwärtigen Treibstoffkostenentwicklungen wegen fehlender ÖPNV- Alternativen besonders zu Buche schlagen, während zugleich die geringere Siedlungsdichte kleinere Krankenhäuser ebenfalls vor existenzielle Fragen stelle. Die Menschen hätten das Recht, darauf rechtzeitig Antworten zu erhalten, so Schaft weiter.

Der fünfunddreißigjährige Kommunikationswissenschaftler Christian Schaft wohnt in Erfurt und unterhält Wahlkreisbüros in Sömmerda, Arnstadt und Ilmenau. Neben der Fraktionsführung verantwortet er auch die Bereiche Wissenschaftspolitik und Erwachsenenbildung für seine Partei.

Foto: Mathias Günther

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