Linke unterstützt Erlebnispädagogik in der Stiftung Rehabilitationszentrum „Thüringer Wald“
Mit 400 Euro bezuschusst der Spendenverein „Alternative 54“ e.V. eine erlebnispädagogische Tagestour für Auszubildende der Stiftung Rehabilitationszentrum „Thüringer Wald“.
Stellvertretend für Ihre Hildburghäuser Fraktionskollegin Linda Stark übergab die Landtagsabgeordnete Ulrike Grosse- Röthig (beide Die Linke) den Scheck am gestrigen Dienstag an Geschäftsführer Kai Michaelis und Sozialpädagogin Daniela Giese.
Im Beisein von einigen der neunundvierzig Jugendlichen, welche in der Einrichtung derzeit eine außerbetriebliche Ausbildung absolvieren, erläuterte Kai Michaelis das Stiftungsprofil und damit verbundene Herausforderungen. So würden Berufsabschlüsse für junge Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren in den Sparten Holz- und Metallverarbeitung, Lagerwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie und Verwaltung ermöglicht. Zwischen 80 und 90% der Absolventen gelänge es anschließend auch, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Zu den Bildungsangeboten zählen auch vorgelagerte Bildungsmaßnahmen für Jugendliche, deren Schulabschluss bereits ein bis zwei Jahre zurückliegt. Daneben betreibt die Stiftung auch ein Internat und weitere Unterkünfte, unter anderem für Menschen mit Assistenzbedarf in unterschiedlichen Altersgruppen. Außerdem werden immer wieder auch Jugendliche auf die erfolgreiche Teilnahme an den Specialympics vorbereitet. In der Vergangenheit hatte der Linke- Spendenverein auch diese jungen Sportler schon unterstützt.
Geschäftsführer Kai Michaelis sieht die Stiftung als Praktikerin: Die über die Agentur für Arbeit vermittelten Jugendlichen aus Süd- und Westthüringen sowie aus Nordbayern werden insbesondere in praktischen Tätigkeitsabläufen geschult und in praktischen Ausbildungsteilen unterstützt.
Sorgen bereiten ihm finanzielle Herausforderungen. Materialkosten im Holz- und Metallbereich steigen und zusätzlich sieht sich die Stiftung mit einer Rückforderung von vorgeblich zu viel gezahlten Fördergeldern konfrontiert. Ein solcher Bescheid erging nach Auswertung eines Gutachtens durch den Freistaat Thüringen. Das Gutachten geht aus Sicht der Stiftung aber, vermeintlich nicht genutzte Einnahmemöglichkeiten der Stiftung betreffend, von falschen Annahmen aus. Unterstellt werde, dass die Stiftung von ihren Auszubildenden ähnlich wie Schulen in freier Trägerschaft Schulgeld verlangen könnte. Dies sei aber angesichts der Tatsache, dass die Stiftung eine Bildungslücke schließe, in welcher viele aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammende Auszubildende mit persönlichen Problemen betreut würden, utopisch. Die Auszubildenden erhielten monatlich lediglich 133 Euro, um ihre persönlichen Bedürfnisse befriedigen zu können und auch ihre Familien wären zumeist nicht in der Lage, privat Ausbildungskosten zu übernehmen.
Ulrike Grosse- Röthig versicherte, dass die Linke das Thema weiterhin zur Diskussion stellen wird. Sie zeigte sich beeindruckt vom Zustand des gesamten Stiftungskomplexes in Schleusingen und von der in der Stiftung durch Lehrkräfte und Betreuer geleistete Arbeit.
Fotos: Mathias Günther







