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Kneipensterben stoppen!

Linda Stark

Es ist inzwischen ein oft trostloses Bild in vielen Dörfern: einst gut besuchte, traditionsreiche Gasthäuser verschwinden Stück für Stück.

Die Antwort der Landesregierung auf eine entsprechende Anfrage im Landtag ist für Linda Stark nicht befriedigend.

"Wir brauchen jetzt ein Landesprogramm ,Dorfkneipe stärken' statt einseitiger Förderung von Infrastruktur ohne Leben.", erklärt die Landtagsabgeordnete Linda Stark (Die Linke). 

Das sagte sie in Auswertung einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Landtag mit dem Titel "Lebensader Gaststätte". "Die Zahlen, welche uns die Landesregierung zur Entwicklung der Anzahl der gastronomischen Betriebe in Thüringen vorgelegt hat, sind dramatisch.", stellt die Abgeordnete der Linken fest. 

In Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern ist die Anzahl der Betriebe von 1820 im Jahr 2015 auf nunmehr nur noch 932 im Jahr 2024 gesunken. Auch für den Landkreis Hildburghausen liegt hierzu eine Statistik vor. So ist die Anzahl der gastronomischen Betriebe seit dem Jahr 2015 von 186 auf 139 im Jahr 2024 gesunken. 

Als Ursachen der Gaststättenschließungen benennt die Landesregierung in ihrer Antwort den demografischen Wandel, wirtschaftliche Schwierigkeiten, Fachkräftemangel und Änderungen im Freizeitverhalten. Mit der Antwort teilte die Landesregierung zudem mit, dass sie derzeit keine weiteren Förderinitiativen plane, die ausschließlich für Gaststätten Anwendung finden sollen. 

"Das bedauere ich ausdrücklich. Die Linke setzt sich im Gegensatz dazu vielmehr dafür ein, die Förderfähigkeit auszuweiten: Kneipen, Bars und Gasthäuser müssen in bestehende Programme zur Dorfentwicklung aufgenommen werden und es müssen Zuschüsse für Sanierung, Lärmschutz und Energie gewährt werden. Zudem sollten zur Sicherung von Betriebsstätten Modellprojekte für genossenschaftlich oder kommunal getragene Kneipen gefördert werden.", erläutert Linda Stark Konzepte, damit der Trend der Schließung von gastronomischen Betrieben gestoppt werden kann.

Foto: Linda Stark


 

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