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Berichte von der Sommertour- Tag 2

Mathias Günther

Heute war Linda Stark in Themar und Kloster Veßra unterwegs. Auch hier gab es wieder viele interessante Eindrücke und Gespräche.

Heute besuchte Linda Stark das Hennebergische Museum Kloster Veßra. Auf dem 6 Hektar großen Areal befinden sich nicht nur die Reste eines ehemaligen Prämonstratenserklosters. Das Hennebergische Museum Kloster Veßra ist weit mehr als ein klassisches Museum: Es ist ein Veranstaltungsort, ein Lernort und ein Ausflugsziel. Auf dem Gelände treffen Klostergeschichte, Fachwerkarchitektur, Alltagskultur, Landtechnik und das Thema Nachhaltigkeit aufeinander. Besucherinnen und Besucher erleben dort ein Ensemble, das den Wandel des Henneberger Landes anschaulich macht. Die Anlage gehört zu den wenigen mittelalterlichen Klosterorten in Thüringen, an denen sich sowohl Klosterkirche als auch Konvents- und Wirtschaftsgebäude erhalten haben. Hinzu kommen translozierte Fachwerkhäuser, Gärten, Wasseranlagen und Bereiche für Kinder und Familien. 

Direktor Ingo Weidig stellte Linda Stark die museumspädagogischen Angebote vor. Dazu gehören neben klassischen Workshops für Kinder auch Aktionstage wie „Nachts im Museum“, zu Ostern „Hasenohren aufgestellt“ und am 3. Oktober „Türen auf mit der Maus“. Hierbei übernimmt die ARD- Redaktion der „Sendung mit der Maus“ die Schirmherrschaft. Insgesamt erfährt das Museum derzeit einen Veränderungsprozess, der die schrittweise Überarbeitung aller Ausstellungen betrifft. Intensiviert wird die Veranstaltungstätigkeit. Bei bestimmten Konzerten, eingemieteten Ausstellungen oder Festivals will das Museum künftig auch selbst stärker als Veranstalter auftreten. Hintergrund ist die Finanzierung des Museums. Zwar erhält die vom Fränkisch- Hennebergischen Geschichtsverein getragene Anlage eine Festförderung in Höhe von gut einer Million Euro pro Jahr durch die Stiftung „Schlösser und Gärten. Damit ließen sich aber, wie Verwaltungsleiterin Antje Gitschat im Gespräch betonte, kaum Neuerwerbungen realisieren. So stehe auf der Wunschliste des Museums immer noch die Übernahme eines „Ausgedinghauses“ aus der Region. Dies würde aber zwischen 300- und 600 000 Euro kosten, das sei derzeit nicht darstellbar. Offen bliebe derzeit, wie die Barrierefreiheit im Gelände noch verbessert werden könne und wie sich die Kosten für das seit 2025 im Nachbargelände des ehemaligen Ausbildungszentrums angesiedelte Museumsdepot darstellen werden. 

Größter Kostenpunkt sind die Personalaufwendungen, dennoch sei man hier nur schwer in der Lage, alle notwendigen Dienste inklusive der Veranstaltungen immer abzusichern. Innovative Veranstaltungsangebote seien aber notwendig, um den Besucherzuspruch, derzeit 36 000 Interessenten pro Jahr, aufrecht zu erhalten.

Bevor sich Linda Stark auf den Weg zu einem Treffen mit Eltern von Sonneberger Gymnasiasten machte, suchte sie das Freibad in Themar auf. Hier übergab sie eine private Spende in Höhe von 200 Euro an den Förderverein „Schwimmbad Themar e.V.“. 

Stellvertretend nahmen für den Verein Petra und Gerhard Börner die Zuwendung entgegen. Das Schwimmbad wird komplett ehrenamtlich betrieben, lediglich ein Bademeister arbeitet auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung. Hintergrund ist die schwierige finanzielle Lage der in der Haushaltssicherung befindlichen Stadt Themar und der damit auferlegte Sparzwang, wie Bürgermeister Achim Hanf im Gespräch darlegte.

Dennoch will der Förderverein die Attraktivität des Bades erhöhen und zu diesem Zweck einen Sprungturm bauen lassen. Die dafür notwendigen Mittel in Höhe von 28 000 Euro sollen durch Spender und Vereinsmittel aufgebracht werden. Nicht ohne Stolz berichteten beide Vereinsmitglieder davon, dass sie in diesem Jahr bereits Tage mit 450 Besuchern verzeichneten und diese auch aus der ganzen Region anreisen würden.

Linda Stark sagte zu, bei der Aquise der notwendigen Finanzen mit ihren Möglichkeiten unterstützen zu wollen.

Fotos: Mathias Günther


 

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