Absurd: Gegner des längeren gemeinsamen Lernens konzipieren Gemeinschaftsschule

"Absurder geht es nicht: die CDU als erklärter Gegner des längeren gemeinsamen Lernens will nun dem SPD-Koalitionspartner die Gemeinschaftsschule in Thüringen diktieren. Es knirscht zum wiederholtem Mal im Gebälk der Koalition und es wird wieder deutlich: Da stottert zusammen, was nicht zusammen gehört", kommentiert Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion Die LINKE im Thüringer Landtag, den Streit in der Koalition zur Gemeinschaftsschule. Offenkundig stelle nun die CDU einen zentralen Punkt des Koalitionsvertrages in Abrede.

"Absurder geht es nicht: die CDU als erklärter Gegner des längeren gemeinsamen Lernens will nun dem SPD-Koalitionspartner die Gemeinschaftsschule in Thüringen diktieren. Es knirscht zum wiederholtem Mal im Gebälk der Koalition und es wird wieder deutlich: Da stottert zusammen, was nicht zusammen gehört", kommentiert Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion Die LINKE im Thüringer Landtag, den Streit in der Koalition zur Gemeinschaftsschule. Offenkundig stelle nun die CDU einen zentralen Punkt des Koalitionsvertrages in Abrede.

Noch am 9. Januar dieses Jahres hat CDU-Bildungssprecher Volker Emde öffentlich behauptet, dass aus der Sicht der CDU die Gemeinschaftsschule nicht gebraucht werde. Nun wollen Herr Emde und Ex-Ministerpräsident Althaus, ebenfalls erklärter Gegner der Gemeinschaftsschule und des längeren gemeinsamen Lernens, in einem CDU-Gremium die Gemeinschaftsschule in Thüringen konzipieren. "Damit macht sich der Bock zum Gärtner, und wohin die Reise geht, ist klar: Gymnasien im vollen Umfang erhalten, frühzeitige Trennung der Schüler nach Klasse 4 sichern, wirkliche Gemeinschaftsschulen verhindern. Aber vielleicht unterschätzt man Dieter Althaus in dieser Frage. Schließlich ist er ja ein erfahrener Vertreter von Gemeinschaftsschulen der alten POS-Prägung", resümiert Ramelow.

Wie Hase und Igel versuchten die Koalitionspartner SPD und CDU um die Wette die Gestaltungshoheit über die Entwicklung der Schullandschaft in Thüringen an sich zu ziehen. Während sich die einen in bloßen Ankündigungen und Unkonkretem ergehen, versuche die CDU zu verhindern, was nicht in ihr konservatives, auf frühzeitige Trennung basierendes Bild eines konservativen Schulsystems passt.