Chile- Sozialismus durch die Wahlurne?
Die Hildburghäuser Linksjugend möchte sich über die Vergangenheit des Sozialismus verständigen. Den Auftakt bildet eine Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit dem Wahlkreisbüro von Linda Stark. Ein Vortrag erinnert an die „Unidad Popular“ und Salvador Allende.
Der 11.September ist in historischen Kalendern ein Tag mit vielen Einträgen. Unter anderem gewannen 1921 linke Parteien in Thüringen die Landtagswahlen und 1970 weiteten die USA den Vietnamkrieg auf Laos aus. 1989 öffnete Ungarn seine Grenzen zu Österreich, 1990 verkündete US- Präsident George H.W. Bush die “New world order“ und 1991 kündigte die Sowjetunion den Abzug ihres noch auf Kuba verbliebenen Militärs an.
Hinsichtlich der politischen Tragweite dürfte bis heute die Erinnerung an die Terroranschläge vom 11.September 2001 in den USA dominieren, als islamistische Attentäter mit vier Flugzeugen 3000 Menschen umbrachten.
Weniger präsent, für demokratische Linke in Europa und Lateinamerika aber einen wichtigen Bezugspunkt darstellend, ist die Geschichte der frei gewählten Volksfrontregierung Allende in Chile, welche am 11.9. 1973 mit Unterstützung von US- Geheimdiensten durch das Militär weggeputscht wurde.
Wie es zum Sieg der „Unidad Popular“ kam, was ihre Sozial- und Bildungsreformen ausmachte und warum die chilenische Linke sich von Anfang an einer aggressiven politischen Rechten gegenüber, beleuchtet Patrick Beier in einer Diskussionsveranstaltung am 7.10.2025 um 17.30 Uhr im Büro der Landtagsabgeordneten Linda Stark in der Hildburghäuser Oberen Marktstraße 43.
Veranstaltet wir der Abend von der Linksjugend Hildburghausen und dem Wahlkreisbüro Linda Starks.
Der Referent Patrick Beier war Landtagsabgeordneter für die Linkspartei und betätigt sich ehrenamtlich in der politischen Bildung.
Aus der Sicht demokratischer Sozialisten wird der Vortrag schildern, dass sich die Anhänger der „Unidad Popular“ ausschließlich gewaltfreier, demokratischer Mittel zur Umsetzung ihrer Politik bedienen wollten und wie Chile nach dem gewaltsamen Umsturz durch die Militärjunta Pinochets zum Experimentierfeld des sozialfeindlichen Neoliberalismus wurde.
Foto: Einband einer Publikation des "Thüringer Forums für Wissenschaft und Bildung" von 2003

